8 Aktionstipps für lokales Online-Marketing

8 Aktionstipps für lokales Online-Marketing die immer funktionieren

1. Eine dedizierte Webseite für jeden Standort

Besonders als Filialist oder Einzelhändler mit mehreren Standorten, sollte jeder Standort auch eine eigene Webpräsenz haben. Neben den Basisinformationen, wie Adresse, Öffnungszeiten, Services, Bildern, Routenplaner … sollten, wenn möglich auch filialspezifische Inhalte hinterlegt sein. Zahlreiche Tools bieten einfache Verwaltungsmöglichkeiten, um auch mehrere 1.000 Standortseiten, schnell und einfach anzulegen und zu verwalten. 

Wir erleben immer wieder lieblose „Standort-Visitenkarten“ mit z.T. veralteten Daten die mühselig über Standortfinder aufgerufen werden müssen und wenig Mehrwert für den Nutzer und Kunden vor Ort bieten. Die spezifische Standortwebseite ist entsprechend ein guter erster Start für lokales Online-Marketing.

2. Das Google Unternehmensprofil (früher „Google my Business“) reicht zum Start

Nach dem Prinzip des „mit 20% Aufwand erreiche ich 80% des Ergebnisses”, gilt dies auch für Verzeichniseinträge. Mit über 95% Nutzungsquote in Deutschland, reicht es die wesentlichen Standortinformationen im „Google Unternehmensprofil“ zu pflegen. Mit einem entsprechenden Masteraccount lassen sich diese Informationen dort auch über alle Standorte hinweg recht gut verwalten. Bei einer großen Anzahl von Standorten, helfen Verwaltungstools für Verzeichniseinträge.

Im Google Unternehmensprofil dann auch gleich die Standortwebseiten aus Punkt 1 hinterlegen. Google ist oft die bessere und eher genutzte Standortsuche als die auf der eigenen Webseite.

3. Bewertungen im Blick behalten

Mit oder ohne eigengepflegte Standorteinträgen auf Google und Co., fangen Nutzer an die eigenen Filialen im Netzt zu bewerten. Egal ob positiv oder negativ, empfiehlt es sich in beiden Fällen diese zu moderieren und darauf zu reagieren. Bei vielen Standorten wird dies schnell aufwendig, auch hier helfen entsprechende Tools, die einen auch per Alert informieren, wenn neue Bewertungen dazu kommen.

4. Nicht vergessen: User Tracking

Eigentlich selbstverständlich aber dennoch oft vergessen oder nicht konsequent umgesetzt: User-Tracking sollte auch auf allen möglichen lokalen Online-Touchpoints eingebaut sein, insbesondere auch auf den Standortseiten. Idealerweise informiert sich hier der Nutzer über lokale Angebote und Aktionen und wird dann auch weitere Services wie Terminvereinbarung, Online-Shop und Co. nutzen. Die Auswertung, woher die Nutzer kommen und wie sie sich verhalten, kann lokal andere Ergebnisse liefern als national und hilft UX-Design, Nutzerfluss und insgesamt das lokale Online-Marketing weiter zu optimieren.

Ganz wichtig: Nicht das Call-Tracking vergessen! Ein Großteil der lokalen Kunden kommuniziert über Telefon, insbesondere bei Dienstleistern. Auffällig platzierte und getrackte Telefonnummern pro Standort können Wunder wirken, um weiteres Geschäft zu generieren und eigene Marketingkampagnen zu steuern.

5. Omnichannel Angebote auch und insbesondere lokal nutzen

Ist ein eigener Online-Shop vorhanden und die Standortseiten erst einmal eingerichtet und gepflegt, empfiehlt es sich auch auf diesen Standortseiten Produkte aus dem Shop einzubinden. Gerade unkomplizierte Produkte und Angebote kann der Kunde so direkt online kaufen und für eine ausführlichere Beratung den Service in der Filiale nutzen.

Das Zusammenspiel dieser Produktangebote und Preise über Online und Offline Kanäle erfordert natürlich einiges an Aufwand, aber die Händler, die zukünftig Omnichannel (noch stärker) anbieten werden nach einhelligen Studien die höchsten Wachstumsraten verzeichnen. 

6. Erste lokale Online-Kampagnen für mehr Kundenfrequenz

Neben der Optimierung der lokalen SEO Keywords auf den Standortwebseiten und Einbindung dieser in entsprechende Verzeichniseinträge, empfiehlt es sich auch für jeden Standort eine einfache, dauerhafte lokale Online-Marketing Kampagne über Google Ads zu schalten. Es kann zum Start „nur“ der Standort als „Anbieter vor Ort“ mit den wesentlichen Marken- und Produkt-/Dienstleistungskeywords beworben werden. Hier reichen schon kleinere Budgets ab 100 € im Monat.

Vorteil: Nutzer finden auch online ganzjährig das Angebot im Standort vor Ort. Aufgrund der regionalen Relevanz stuft Google die lokalen Ads höher ein als nationale Kampagnen, was sich in niedrigeren CPCs und besserer Anzeigenpositionierung niederschlägt. Gleichzeitig werden die Standorte in der Google-Maps Suche besonders gehighlightet und bei den Keywords als erste in den Suchergebnissen angezeigt. Gerade bei Angeboten mit hoher Konkurrenz ein wichtiger Wettbewerbsvorteil.

Um das Problem des „duplicate Content“ zu vermeiden, sollten die Seiteninhalte und Anzeigen spezifisch auf den jeweiligen Standort zugeschnitten sein, z.B. mit lokaler Ansprache, Ortsnennung und den Services vor Ort, sowie die Standortseiten klar als solche gekennzeichnet sein.

Da bei mehreren Standorten das Anlegen und Verwalten von zahlreichen lokalen Online-Kampagnen sehr aufwendig werden kann, empfehlen wir den entsprechenden Einsatz von Tools zur Automatisierung und Steuerung des lokalen Online-Marketings.

7. Lokale Social-Media Kampagnen

Fokussierte lokale Social-Media-Kampagnen, je nach Zielgruppe über Facebook, Instagram, Tiktok und Co., können vor allem mit lokalen Social-Media Standortseiten, sehr schnell neue Kundenkontakte generieren und gleichzeitig soziale Interaktion mit den Nutzern erzeugen.

Wichtig auch hier: eine lokale Ansprache unter Nutzung von Text, Bild und Video. Die nationale Marke sollte grundsätzlich auch eine lokale Bedeutung haben und ebenso vor Ort gepflegt werden. Regelmäßige lokale Online-Kampagnen kommen dann sowohl der Brand als auch dem Abverkauf zugute.

8. Nicht den Kopf verlieren

Wenn bisher wenig Zeit in den lokalen Online-Auftritt und in das lokale Online-Marketing investiert wurde, sollte man nicht versuchen zu viele Aktivitäten auf einmal zu starten. Lokale Webpräsenz und Content sind ein guter erster Schritt, aber auch hier gilt das 20/80 Prinzip. Erst einmal starten und später ausbauen. Man muss auch mit lokalen Online-Werbemaßnahmen nicht warten, bis alle Webtouchpoints perfekt erstellt wurden. Eine gute Instagram-Ad oder lokale Google-SEA Kampagne führt schon über Telefonkontakte und Co. zu mehr Kundenfrequenz. Durch testen, anpassen und optimieren, können dann die Ergebnisse immer weiter verbessert werden. Auch hier hilft dann das Kampagnentracking, dass möglichst von Beginn an mit eingebaut werden sollte.

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