Hyundai hat während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 am stärksten an Börsenwert verloren (-38,96 Prozent). Den größten Kursgewinn verbuchte dagegen Visa mit einem Plus von 11,31 Prozent. Das hat unsere aktuelle Untersuchung der Kursbewegungen der 15 offiziellen WM-Sponsoren und FIFA-Partner im Zeitraum zwischen dem Eröffnungsspiel und dem Turnierende ergeben.
Größter Verlust: Hyundai verliert mehr als ein Drittel seines Börsenwerts
Den stärksten Rückgang der Aktienwerte im gesamten Turnierverlauf verzeichnete, wie bereits erwähnt, der Automobilhersteller Hyundai mit einem Minus von 38,96 Prozent. Dahinter folgen der Autohersteller Kia (-10,91 Prozent) und der Telekommunikationskonzern Verizon (-7,17 Prozent). Der Getränkehersteller Frito-Lay/PepsiCo (-5,91 Prozent) und McDonald’s (- 5,03 Prozent) belegen Platz vier und fünf des Negativ-Rankings.
Der Börsengewinner ist Visa
Der Zahlungskartenkonzern Visa verzeichnet mit einem Kursplus von 11,31 Prozent den stärksten Gewinn des WM-Turniers. Dicht dahinter liegen auf Platz zwei die chinesische Molkerei Mengniu Dairy (+11,22 Prozent) und auf Platz drei die Bank of America (+10,46 Prozent). Der Sportartikelhersteller Adidas, der seine langjährige Partnerschaft mit dem DFB nach der WM beendet, verzeichnet ein Plus von 5,67 Prozent und landet auf Platz vier. Der Konsumgüterkonzern Unilever (+1,57 Prozent) komplettiert das Ranking auf Platz fünf.
Zehn von 15 Sponsorenaktien fallen nach dem deutschen WM-Aus
Am 30. Juni, dem Handelstag nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay, verloren zehn der 15 Sponsorenaktien an Wert. Für Hisense liegt an diesem Tag kein Kurswert vor. Am stärksten sank dabei der Konsumgüterkonzern Unilever (-8,52 Prozent). Geringere Verluste verzeichneten Mengniu Dairy (-4,34 Prozent) und Verizon (-3,99 Prozent). Auf Platz vier und fünf der größten Verlierer folgen Frito-Lay/Pepsi Co (-2,37 Prozent) und Kia (-1,85 Prozent). Gleichzeitig legten fünf Unternehmen trotz des sportlichen Rückschlags für die DFB-Auswahl zu. Ob diese Entwicklung unmittelbar mit dem Turniergeschehen zusammenhängt oder durch weitere Markt- und Unternehmensereignisse beeinflusst wurde, lässt sich aus der Analyse nicht ableiten.
Alle 15 Sponsoren im Überblick
„Die Kursentwicklung zeigt, wie viele unterschiedliche Faktoren während eines globalen Großereignisses auf internationale Marken einwirken. Für lokale Händler ist deshalb weniger entscheidend, ob die Aktie eines Sponsors steigt oder fällt. Viel wichtiger ist es, die erhöhte Aufmerksamkeit rund um bekannte Marken für die eigene lokale Sichtbarkeit zu nutzen – etwa durch gepflegte Unternehmenseinträge, aktuelle Angebote oder lokale Kampagnen. Gerade wenn Millionen Menschen über Wochen mit einer Marke in Berührung kommen, entscheidet die lokale Auffindbarkeit darüber, ob daraus auch Kunden werden“ sagt Matthias Lange, Co-Founder und CEO von Localyzer.
Über die Untersuchung
Für die Analyse hat Localyzer die Aktienkurse der 15 offiziellen Sponsoren und Partner der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 über den gesamten Turnierzeitraum ausgewertet. Als Startpunkt diente der Schlusspunkt vom Eröffnungstag am 11. Juni 2026, als Endpunkt der Schlusskurs vom 20. Juli 2026. Die Kursdaten stammen von den jeweiligen Heimatbörsen der Unternehmen, darunter Xetra, die New York Stock Exchange, die Korea Exchange, die Hong Kong Stock Exchange, die Saudi Exchange, Euronext Brussels, die London Stock Exchange und der Nasdaq Stock Market. Die Werte wurden in der jeweiligen Landeswährung erhoben und nicht währungsbereinigt. Für das Volatilitäts-Ranking wurden die täglichen prozentualen Kursbewegungen jedes Unternehmens im Analysezeitraum ausgewertet und die größten Einzeltagesgewinne sowie -verluste ermittelt.
Hinweis zur Einordnung: Aktienkurse werden von zahlreichen Faktoren beeinflusst – unter anderem von Unternehmensnachrichten, Quartalszahlen, makroökonomischen Entwicklungen oder geopolitischen Ereignissen. Die Untersuchung beschreibt daher die Kursentwicklung der offiziellen WM-Sponsoren während des Turnierzeitraums, erhebt jedoch keinen Anspruch darauf, einzelne Kursbewegungen ausschließlich auf die Fußball-Weltmeisterschaft zurückzuführen.



