Click & Collect im Fashion‑Handel: Mehr als jeder zweite Modehändler bietet den Service an

Sechs von zehn Modegeschäften in deutschen Großstädten bieten Click & Collect an. Doch wer diesen Service nutzen möchte, stößt häufig auf eine weitere Hürde: Er ist auf vielen Webseiten kaum zu finden oder nur umständlich zu erreichen. Das hat unsere aktuelle Untersuchung von Localyzer gezeigt, bei der wir das Click-&-Collect-Angebot von insgesamt 306 Geschäften in den 20 größten Städten geprüft haben.

Hamburg an der Spitze, Berlin bildet das Schlusslicht

Unter den 20 größten Städten gibt es einen Spitzenreiter, wenn es darum geht, seine Bestellung in den Store liefern zu lassen:  In der Hansestadt Hamburg bieten 89,4 Prozent der untersuchten Läden einen Click & Collect-Service an. Auf Platz zwei kommen Frankfurt am Main und Hannover, wo in beiden Städten jeweils 85,71 Prozent der Modehändler den Service anbieten. Auf Platz drei kommt Bielefeld, wo bei 84,62 Prozent der untersuchten Läden Click & Collect zur Verfügung steht. Schlusslicht ist Berlin: Am wenigsten Click & Collect gibt es in der Hauptstadt, in der nur jeder zweite untersuchte Modeladen den Service anbietet.

Neun von zehn Modeketten bieten Click & Collect an. H&M ist die Ausnahme

Von den 306 untersuchten Geschäften wurden 169 Filialen der Top zehn Modeketten  analysiert. Bei 145 dieser Filialen wird Click & Collect angeboten. Bei neun der zehn untersuchten Modeketten steht der Service zur Verfügung. Einzige Ausnahme ist H&M, wo es in keiner der 20 untersuchten Städte den Service gibt. Unter den restlichen neun Ketten sieht es wie folgt aus: Die Modeketten C&A, Ernsting’s Family und Takko bieten Click & Collect in allen 20 untersuchten Großstädten an und landen damit auf Platz 1 im Ranking. Auf dem zweiten Platz ist Mango mit  19 Städten. Bei Only sowie Zara ist es in 18 Städten möglich. Damit teilen sie sich Platz drei. Am wenigsten wird der Service von den Modeketten Breuninger und S. Oliver angeboten, die ihn nur in sieben der 20 Städte bereitstellen.

S. Oliver bildet Schlusslicht im Qualitätscheck

Neben der Angebotsvielfalt wurde auch die Qualität des Click & Collect-Services bei den Modeketten untersucht: Diese wurde anhand der Klickanzahl gemessen, die benötigt wird, bis der Service auf der Website des Geschäftes sichtbar ist.Takko, C&A und Ernsting’s Family sind auch hier auf dem ersten Platz, da sie den Service bereits auf der Startseite integrieren. Die Ketten Peek & Cloppenburg, Zara und Only folgen mit einem Klick bis zum Click & Collect-Angebot im Ranking. Breuninger ist je nach Standort unterschiedlich auffindbar. Mango benötigt an allen Standorten drei Schritte, in Nürnberg sind es vier. S. Oliver weist mit durchgängig vier erforderlichen Klicks an allen Standorten die geringste und zugleich vergleichbar schlechteste Sichtbarkeit aller untersuchten Ketten auf.

Lokale Händler:innen: Nur 84 von 137 haben Click & Collect schon

Neben den Filialketten hat Localyzer 137 lokale Händler:innen in den 20 größten Städten untersucht. Aktuell verfügen davon nur 84 über Click & Collect. Die höchste Dichte findet sich in Hamburg mit acht inhabergeführten Modeläden, die das Angebot anbieten. Dresden und Düsseldorf folgen mit jeweils sieben. Dicht dahinter folgen Frankfurt am Main, Köln und Leipzig mit je sechs sowie Berlin, Bremen, München und Nürnberg mit je fünf Geschäften. In Mannheim ist das Angebot nicht auffindbar: Keiner der untersuchten Betriebe ermöglicht die Abholung vor Ort. Auch in Stuttgart und Bochum bleibt die Verbreitung mit einem Treffer vergleichsweise gering; in Bonn, Dortmund und Duisburg sind es zwei.

Matthias Lange, Geschäftsführer von Localyzer, sagt:  „Click & Collect ist eigentlich das ideale Instrument für den stationären Handel, um mit dem Online-Shopping zu konkurrieren und Kund:innen zurück in die Filiale zu bringen, denn es verbindet den Komfort des digitalen Einkaufens mit dem persönlichen Erlebnis vor Ort. Was wir in dieser Untersuchung sehen, ist ernüchternd: Viele lokale Händler:innen haben den Service zwar eingeführt, aber ohne ihn wirklich zugänglich zu machen. Wer fünf Klicks braucht, um überhaupt zu erfassen, dass eine Abholung möglich ist, hat die Kund:in längst verloren.“

Über die Untersuchung

Untersucht wurden zehn Modeketten mit insgesamt 169 Filialen sowie bis zu zehn lokale Händler:innen je Stadt in den 20 größten deutschen Städten – insgesamt 306 Geschäfte. Die Erhebung erfolgte nach einem standardisierten Klickpfad von der Startseite. Gewertet wurde ausschließlich ein online auswählbarer Abholservice im Checkout oder auf der Produktdetailseite. Erhoben wurden die Auffindbarkeit und die Klicktiefe. Erhebungszeitraum: März 2026.

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